Ja, erheblich. Klima und Bodenbeschaffenheit, Sorte, Düngung, Reifegrad und Erntemethoden, Transport sowie Lagerung im Handel beeinflussen den Vitamingehalt dieser Nahrungsmittel. Einen wesentlichen Einfluss auf den Vitamingehalt haben auch die Art der Aufbewahrung im Haushalt und die Zubereitung der Lebensmittel.
Das hängt sehr von der Art der Nahrungsmittel sowie von den Umständen der Lagerung ab. Kartoffeln bauen zum Beispiel bei normaler Lagerung nach drei Monaten bis zu ein Drittel ihres Vitamin-C-Gehalts ab. Noch schneller – innerhalb von zwei bis drei Tagen – wird Vitamin C in nicht verarbeiteten Blattgemüsen zerstört. Ebenso empfindlich sind die meisten B-Vitamine (insbesondere Folsäure).
Natürliche und synthetische Vitamine erfüllen die gleichen Aufgaben. Der Unterschied besteht bei manchen Vitaminen lediglich in der Aufnahmefähigkeit des Körpers. Im Fall von Folsäure nimmt der Körper das natürliche Vitamin aus Nahrungsmitteln schlechter auf als synthetische Folsäure aus Präparaten.
Wenn aufgrund hoher Alltagsbelastung der Vitaminbedarf erhöht ist oder man sich unausgewogenen oder einseitig ernährt, kann eine tägliche Nahrungsergänzung mit einem Multivitaminpräparat sinnvoll sein. Da Vitamine sich nicht gegenseitig in ihren Aufgaben ersetzen können, sondern sich in ihrer Wirkung ergänzen, sollte man auf eine sinnvolle Kombination achten. So ergänzen sich die acht B-Vitamine optimal. Das gleiche gilt für Beta-Carotin, Vitamin E und C. Daher sind Kombipräparate zur Nahrungsergänzung vorzuziehen.
Es gibt sehr sinnvolle Kombinationen von Inhaltsstoffen: Alle acht B-Vitamine werden für den reibungslosen Ablauf des Energiestoffwechsels benötigt. Aber auch andere Vitaminkombinationen sind sehr sinnvoll, wie die antioxidativ wirksamen Substanzen, zum Beispiel Vitamin C, Vitamin E und das Provitamin Beta-Carotin. Diese ergänzen sich in ihrer Wirksamkeit und Vitamin C regeneriert Vitamin E.
Nein. Es könnte aber leichter fallen, daran zu denken, wenn man es jeden Tag zur gleichen Zeit nimmt – als Teil der täglichen Routine. Am besten zu einer Mahlzeit: Frühstück, Mittagessen oder Abendessen, da so die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine begünstigt wird.
Ja. In Deutschland sind Multivitaminpräparate zur Nahrungsergänzung so dosiert, dass sie die von der Deutschen Ernährungsgesellschaft als sicher angesehene, dreifache Tagesempfehlung für wasserlösliche Vitamine (B-Vitamine und Vitamin C) nicht überschreiten. Für die fettlöslichen Vitamine A und D, deren Grenzen niedriger liegt, gelten sehr strenge rechtliche Beschränkungen, so dass auch von dieser Seite keine Gefahr besteht. Im Zweifelsfall wenden Sie sich am Besten an Ihren Arzt oder Apotheker.
Es besteht kein Grund zur Beunruhigung. Wenn man mehr wasserlösliche Vitamine einnimmt, als der Körper im Moment verwerten kann, wird der Überschuss mit dem Urin ausgeschieden. Die intensive Gelbfärbung wird durch das Vitamin B2 bewirkt.
Sportlich Aktive brauchen besonders die Vitamine der B-Gruppe sowie Antioxidantien. Dies sind vor allem die Vitamine E und C, die beim Sport vermehrt anfallende Freie Radikale abfangen können und somit als Zellschutz dienen. Für Breitensportler empfehlen Experten keine besonders hoch dosierten Einzel-Vitamine, sondern eher ein sinnvoll zusammengesetztes Multivitaminpräparat – am besten kombiniert mit Mineralstoffen und Spurenelementen.